|

Großübung „EMRIC“ in Gangelt: Einsatzkräfte trainieren grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Am Samstag, den 21. März 2026, findet in Gangelt eine groß angelegte Einsatzübung statt. Bei der Übung mit dem Namen „EMRIC“ trainieren Einsatzkräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien gemeinsam den Ernstfall eines größeren Schadensereignisses. Insgesamt werden rund 700 Beteiligte erwartet – darunter etwa 630 Einsatzkräfte sowie rund 50 freiwillige Verletztendarsteller.

Realitätsnahes Szenario im Grenzgebiet

Das Übungsszenario wird auf der Ortsumgehung der Kreisstraße 13 aufgebaut. Der Abschnitt zwischen den Kreisverkehren K5 und K17 dient dabei als realitätsnahe Übungsfläche für ein komplexes Schadensereignis mit vielen Verletzten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen und Ländern unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

Die Übung ist Teil des euregionalen Übungsprogramms „EMRIC“ und wird vom Kreis Heinsberg gemeinsam mit dem Netzwerk EMRIC organisiert. Im Fokus steht dabei vor allem die enge Abstimmung zwischen Feuerwehren, Rettungsdiensten, Leitstellen und weiteren Einsatzkräften über Ländergrenzen hinweg.

Viele Organisationen beteiligt

An der Übung beteiligen sich zahlreiche Organisationen aus der Region. Aus Deutschland nehmen unter anderem Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutzeinheiten aus dem Kreis Heinsberg sowie aus der StädteRegion Aachen und den Kreisen Düren und Viersen teil. Auch das Technisches Hilfswerk sowie die Polizei Nordrhein-Westfalen sind in das Szenario eingebunden.

Internationale Unterstützung kommt aus den Nachbarländern: Aus den Niederlanden beteiligen sich Einheiten der Veiligheidsregio Zuid-Limburg sowie der Rettungsdienst Ambulancezorg Zuid-Limburg. Belgien wird durch die Brandweerzone Oost-Limburg vertreten.

Training für komplexe Einsatzlagen

Während der Übung werden verschiedene Einsatzsituationen trainiert. Dazu gehören unter anderem:

  • Rettung und Versorgung mehrerer verletzter Personen
  • Zusammenarbeit der Leitstellen in der Grenzregion
  • Koordination eines gemeinsamen Führungssystems
  • Einsatz bei Gefahrstoffen und CBRN-Lagen
  • Aufbau von Dekontaminationsbereichen
  • Organisation von Bereitstellungsräumen für Einsatzkräfte
  • Transport und Verteilung von Verletzten in umliegende Krankenhäuser

Solche Übungen sind wichtig, um Abläufe zu überprüfen und die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Systemen weiter zu verbessern. Gerade in Grenzregionen müssen Einsatzkräfte oft eng zusammenarbeiten, obwohl sich Strukturen, Abläufe und rechtliche Rahmenbedingungen von Land zu Land unterscheiden.

Straßensperrung während der Übung

Für die Durchführung der Übung wird die Kreisstraße 13 im betroffenen Abschnitt vollständig gesperrt. Die Sperrung beginnt am Freitag, 20. März 2026, um 22 Uhr und dauert voraussichtlich bis Samstag, 21. März 2026, maximal 22 Uhr. Entsprechende Umleitungen werden eingerichtet.

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren und den Beschilderungen sowie den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen.

Übung – keine Gefahr für die Bevölkerung

Der Kreis Heinsberg weist darauf hin, dass es sich ausschließlich um eine geplante Übung handelt. Während des Tages kann es im Umfeld zu vermehrten Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn kommen. Für die Bevölkerung besteht jedoch keine Gefahr.

Der reguläre Brandschutz sowie die Notfallversorgung in der Region bleiben während der gesamten Übungsdauer uneingeschränkt gewährleistet.

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Die Übung steht im Zeichen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Euregio Maas-Rhein. Organisationen aus drei Ländern arbeiten hier regelmäßig zusammen, um im Ernstfall schnell und effektiv helfen zu können.

Programme wie „EMRIC“ tragen dazu bei, Abläufe zu trainieren, Kommunikationswege zu verbessern und gemeinsame Einsatzstrukturen weiterzuentwickeln – damit Hilfe im Notfall unabhängig von Ländergrenzen funktioniert.

Ähnliche Beiträge

  • |

    IuK-Einheit unter neuer Führung

    Grund zur Freude gab es Mitte Mai bei den Kameradinnen und Kameraden der Informations- und Kommunikationseinheit (IuK) des Kreises Heinsberg. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Vaehsen konnte gleich drei Ernennungen vollziehen. Zunächst ernannte Vaehsen Gemeindebrandinspektor Georg Tholen zum Einheitsführer. Als erfahrene Führungskraft in den verschiedensten Funktionen verfügt Tholen über das nötige Handwerkzeug zur Bewältigung der neuen…